Wobei ich helfe

Probleme erkennen – Lösungen finden.

Hier finden Sie eine Übersicht über die Themen, bei denen ich Sie therapeutisch begleite:

Ängste und Panik überwinden

Einleitung

Ängste sind an sich etwas Natürliches – doch wenn sie überhandnehmen, blockieren sie den Alltag. Manche Menschen meiden Situationen, andere erleben Panikattacken wie „aus dem Nichts“. Psychotherapie bietet hier einen sicheren Rahmen, um Ängste Schritt für Schritt zu verstehen und neue Freiheit zurückzugewinnen.


Typische Anzeichen:


  • Panikattacken oder starke körperliche Symptome (Herzrasen, Atemnot)
  • Dauernde Sorgen, Grübeln oder Schlafprobleme
  • Vermeidung von Situationen aus Angst vor Kontrollverlust


So arbeiten wir


  • Psychoedukation: Verstehen, wie Angst funktioniert
  • Konkrete Expositionsübungen (schrittweise)
  • Aufbau von Bewältigungsstrategien & Selbstberuhigung
  • Stärkung von Selbstvertrauen & Alltagssicherheit


 

Ängste überwinden? Wie geht das?


Sinnvolle Angst schützt uns davor, zu hohe Risiken einzugehen. Sie macht uns achtsam und wach für die Umgebung. Sie bewahrt uns vor Fehlern und ermöglicht uns eine vorsichtig zu sein. Auch ein gewisses Misstrauen ist manchmal sehr hilfreich und gesund. Ohne Ängste würden wir einfach auf einen bissigen Hund zu gehen, und...  :- (  !


Wenn jedoch unser Handeln von Angst beherrscht wird, wir nicht mehr frei handeln können, dann ist die Angst zu einem Hindernis geworden. Dann wollen wir die Angst loswerden. Sie soll verschwinden! Oder aber wir empfinden die Angst so zugehörig zu uns, dass wir eins mit ihr sind und unser Leben so einrichten, dass wir noch gut damit leben können.


Macht uns das auf Dauer glücklich? Nein! Kurzfristig hilft uns das sicher weiter. Auf die Dauer kann ein Leben in Angst  zu einem kleinen Gefängnis werden.


 


Die Therapie bei Ängsten und Panik


Verhaltenstherapie gilt als die effektivste Therapie bei Ängsten und Panik und ist daher anderen Therapieformen vorzuziehen.


Wenn nach der Diagnostik klar ist, dass eine Angststörung besteht, wird ein Erklärungsmodell für die bestehenden Ängste erarbeitet und geklärt, welcher Weg für Sie der am besten geeignete ist, um die Ängste anzugehen.


Wir erstellen schriftlich einen Angstkreislauf (Teufelskreis der Angst): mit der Angst in Verbindung stehende Gedanken, Körperwahrnehmungen und Reaktionsmuster werden beobachtet und notiert, damit wir erkennen, wie die Angst sich überhaupt entfaltet und verstärkt.


Bei Panikstörung erüben wir Techniken der Angstreduktion.


 


Schriftlich erarbeiten wir eine Angst-Skala, ähnlich wie ein Thermometer, mit den verschiedenen Stärke-Graden der Angst. Anhand der Skala entwickeln wir einen Fahrplan, eine Struktur, in welcher Reihenfolge wir die Ängste angehen.


Der nächste Schritt ist, Sie zu stärken, Ihre Energie zu mobilisieren, damit Sie sich Angst und Paniksituationen leichter stellen können. Dass Sie solche Situationen leichter bewältigen können, ein Werkzeug zur Hand haben, auf das sie vertrauen können.


 Wir arbeiten auch mit Körperübungen und Imagination (Phantasie), um uns einer Konfrontation (auch Exposition genannt) langsam anzunähern. Bei der Imagination geht darum schon mal in der Vorstellung erfolgreich die Angst zu bewältigen.


Erst wenn Sie sich stark fühlen und schon kleinere Situationen erfolgreich gemeistert haben, beginnen wir mit einer realen Angst-Konfrontation/Exposition.


Die Konfrontation kann auch in verschiedenen Schweregraden abgestuft werden, um Ängste schrittweise zu überwinden. Ohne gezielte Konfrontation können Ängste aus meiner Sicht nicht überwunden werden!


Konfrontation wird nur gemacht, wenn Sie in Ihrem Leben genügend „Boden unter den Füßen“ haben und sich stabil genug dafür fühlen.


Nach einer gewissen Zeit der wiederholten und gelungenen Konfrontation, nimmt die Angst immer mehr ab und der Selbstwert steigt. Zeit für andere Themen wird frei. Eine gelungene Angstbehandlung ist bereichernd und stärkend für die Persönlichkeit.



Wichtige Hinweise:


Das beschriebene Vorgehen gibt einen groben Überblick über einen möglichen Therapieablauf.


Therapie ist immer auch ein individueller Prozeß. Natürlich wird in der Therapie geschaut, welche Ursachen bei der Entstehung der Ängste beteiligt sind. Auch diese Ursachen werden, wenn nötig, bearbeitet. Es wird hinterfragt, ob die Angstsymptomatik der Vermeidung anderer Themen dient und wozu die Angst vielleicht gut ist.


Angst und Panik werden meistens durch Stresssituationen ausgelöst und werden dann schnell zu einem unwillkürlichen körperlich-seelischen Reaktionsmuster (Teufelskreis der Angst), das nur schwer alleine durchbrochen werden kann.


Eine "Symptomverschiebung" nach einer erfolgreichen Angstbehandlung gibt es nach aktuellem Stand der Forschung nicht. Neue oder andere Symptome treten nachweislich nicht mehr als bei anderen Therapieformen auf.

Zwang-los werden

Einleitung

Zwangsgedanken und Rituale können quälend sein und viel Zeit kosten. Oft wissen Betroffene, dass ihre Gedanken übertrieben sind – und fühlen sich trotzdem gezwungen, zu handeln. Therapie hilft, Zwänge besser zu verstehen und schrittweise loszulassen.


Typische Anzeichen


  • Wiederholte Kontroll- oder Waschrituale
  • Aufdringliche Gedanken („Was, wenn…“)
  • Starkes Bedürfnis nach Sicherheit oder Perfektion


So arbeiten wir


  • Verstehen von Zwangsmechanismen
  • Expositionsübungen mit Reaktionsverhinderung (ERP)
  • Aufbau alternativer Handlungsstrategien
  • Reduktion von Rückversicherungsverhalten


Viele Menschen haben hin und wieder leichte Zwänge:


Darüber nachdenken, ob man auch das Licht im Flur ausgemacht hat,  ein Ohrwurm der nicht aus dem Kopf gehen will, ein bestimmtes Ritual, dass so sein muss, sonst fühlt man sich unrund, ein Hinausschieben von Entscheidungen mit viel Grübeln. Bei einer Zwangsstörung liegt jedoch eine viel tiefgreifendere innere Situation vor, sie ist viel extremer und belastender.


Wiederholte Handlungen werden zeitraubend und sind großem Leidensdruck verbunden. Gedanken werden zur Belastung. Der Betroffene beginnt zu denken, er sei vielleicht „verrückt“. Beziehungen, Freizeit, Beruf, alles kann schwierig werden.


Zwang ist etwas anderes als zwanghaftes Verhalten, kann aber auch in Kombination mit diesem vorkommen. Die Ursachen vom Gefangen-Sein in Zwängen sind oft in einem situativ seelisch eingeschränktem Zustand zu finden, aus dem der Betroffene nicht aussteigen kann. Hier liegt auch die Lösung. Der Klient benötigt Unterstützung, wieder Macht über sein eigentliches Leben zu bekommen, das "Ich" muss stabilisiert werden.


Ängste, Überforderung, Unsicherheit, niedriges Selbstwertgefühl, Perfektionismus und überhöhte Ansprüche an sich selbst spielen oft auch eine Rolle, sind aber nicht die alleinige Ursache.


Ziel der Therapie ist es möglichst frei, von Zwängen zu werden.


 


Die Behandlung


Die Therapie hat die Linderung oder Beseitigung der Zwangssymptomatik zum Ziel. Wir erarbeiten auch Kompetenzen im Umgang mit zugrunde liegenden Problemen, die den Zwang verursachen oder aufrechterhalten. Ihre Stärken und Ihre Stärkung im Umgang mit dem Zwang ist erstmal wichtig, damit Sie sich zutrauen erwerben dem Zwang die Stirn zu bieten.


Bei der Behandlung von Handlungs-Zwängen wird zuerst erfasst, wie sich die Zwänge im Alltag aufbauen (Gedanken, Gefühle, Handlungen)und welche Gefühle hinter den Zwängen stehen.  Es gilt den Umgang mit diesen Gefühlen zu erlernen. Erst dann kann der Zwang überflüssig werden. In der Standard-Behandlung von Zwangshandlungen erlernen Sie, wie Sie die dem Zwang vorausgehenden Ängste in den Griff bekommen und neue realitätsbezogene Handlungs-Muster entwickeln. Das geschieht durch Übungen in der Imagination und der Realität. Die Übungen sind stufenweise aufgebaut, von leichteren zu den schwierigeren.


 Zwangsgedanken haben oft eine andere Struktur als Zwangshandlungen. Sie sind mehr im Bewusstsein klebende gedankliche Ereignisse. Ihre Kraft ziehen Zwangsgedanken aus der Aufmerksamkeit, die wir Ihnen geben. Genau diese Aufmerksamkeit gilt es den Zwangsgedanken zu entziehen. Bei einer Mischung von Handlungen und Gedanken, z. B. bei Kontrollzwängen ("Ist der Herd auch wirklich aus?"), muss unterschieden werden zwischen sinnlosen klebenden Gedanken und Gedanken, die notwendig sind zum Handeln.


Hinweis: Hier wird nur ein grober Überblick gegeben. Es gibt sehr viele Unterformen und Varianten von Zwängen, die hier nicht alle erwähnt werden können.


Buchtips:


Selbsthilfe-Buch-Tip: "Wenn Zwänge das Leben einengen"


Bietet Ihnen eine umfassen Überblick über alle Zwänge, mit sehr lebensnah-praktischen Übungen. Im Anhang Tips für Partner von Menschen mit Zwängen.

Mein Favorit, "Best of Selbsthilfe" bei Gedanklichen Zwängen:


"Tyrannen in meinem Kopf" von Sally M. Winston & Martin N. Seif

 

Zwänge bei Kindern und Jugendlichen


2 Ratgeber über Zwänge für Eltern, Kinder und Jugendliche

Ratgeber ersetzen leider keine Therapie bei Zwängen!


Bitte suchen Sie sich professionelle Hilfe, falls Sie oder einer Ihrer Angehörigen an Zwängen leidet.

Depressionen überwinden & wieder besser drauf sein

Einleitung

Wenn Antrieb fehlt, die Stimmung gedrückt ist oder Stress in Erschöpfung mündet, wird das Leben schwer. Viele Menschen erleben Burnout-Symptome oder depressive Verstimmungen, die aber gut behandelbar sind.


Typische Anzeichen

  • Müdigkeit, Schlafstörungen, Erschöpfung
  • Verlust von Freude & Motivation
  • Gefühle von Sinnlosigkeit oder Überforderung
  • Verminderter Selbstwert


So arbeiten wir

  • Aktivierung: Kleine Schritte in Bewegung & Aktivität
  • Analyse von Stressmustern, Umgang mit Überlastung
  • Aufbau von Selbstfürsorge & gesunden Routinen
  • Arbeit an Gedankenmustern, die Stimmung beeinflussen


 

Was ist eine Depression?


Depression ist eine Störung des Befindens.


Neben den Verstimmungen können Ängste, Konzentrationsprobleme, Unruhe, Schlaflosigkeit und somatische Beschwerden wie Magen- und Darmstörungen, Schmerzen, Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme auftreten.


Gedanklich ist Depression gekennzeichnet durch eine negative Sicht auf sich selbst, die Umwelt und die Zukunft (Depressive Triade). Gewöhnlich bestehen überzogene Ansprüche an sich selbst oder andere (z.B. keine Fehler machen zu dürfen, von allen gemocht werden zu müssen, um glücklich zu sein, ohne eine bestimmte Person nicht leben zu können etc.). An überhöhten Ansprüchen kann man nur scheitern und sich dann als Versager erleben, daraus entsteht das Gefühl der Nieder-Geschlagen-Heit.


Ziel ist Aktivierung um die Stimmung wieder mehr in den Griff zu bekommen, wieder vermehrt positive Gefühle und Motivation erleben zu können.



Behandlung


Die Verhaltenstherapie arbeitet an der Veränderung der negativen Gedanken (die oft zu keiner Lösung führen), mittels kognitiver, akzeptanzbasierter und schematherapeutischer Techniken. Sie konzentriert sich auf das, was der Klient eigentlich schon gut macht und sich wirklich wünscht.


Depressive machen oft schon vieles sehr gut und leisten viel, nur bewerten sie ihre Handlungen als nicht ausreichend gut genug.


Was Sie sich wirklich wünschen sind ehrliche befriedigende Begegnungen und Beziehungen, das Leben genießen zu können wie es ist, sie selbst zu sein, wie sie sind und sich dafür Anerkennung geben zu können.


Schemata aus der Kindheit, nichtfunktionale Beziehungsmuster, wie passives und/oder aggressives Verhalten, müssen bearbeitet werden.


Bei zu wenig Aktivität wird ein Aktivitätenplan begonnen.


Auch die Verbesserung der Achtsamkeits- und Genussfähigkeit hilft, die Stimmung zu heben und Freude am Leben wiederzuentdecken.

Einleitung:

Viele Menschen leiden unter Schamgefühlen, Selbstzweifeln oder Schwierigkeiten in Beziehungen. Ein stabiles Selbstwertgefühl ist erlernbar. Ziel ist, sich selbst freundlicher und realistischer zu sehen – und gesünder mit anderen umzugehen.


Typische Anzeichen


  • Ständige Selbstkritik, Perfektionsdruck
  • Angst, abgelehnt oder nicht genug zu sein
  • Wiederkehrende Beziehungskonflikte


So arbeiten wir


  • Erkennen von kritischen Gedanken- & Beziehungsmustern
  • Schematherapeutische Arbeit mit inneren Anteilen
  • Aufbau von Selbstakzeptanz & Selbstmitgefühl
  • Training gesunder Grenzen in Beziehungen


Ein niedriges Selbstwertgefühl zeigt sich oft in innerer Unsicherheit, häufiger Selbstkritik oder der übermäßigen Orientierung an der Meinung anderer. Viele Betroffene kämpfen mit einem permanenten Gefühl des Nicht-genügens, vermeiden Herausforderungen oder erleben sich als weniger wertvoll als andere.


In der Verhaltenstherapie sprechen wir von dysfunktionalen Denkmustern wie „Ich bin nur etwas wert, wenn ich perfekt bin“ oder „Andere sind immer besser als ich“. Aus Sicht der Schematherapie liegt häufig ein zugrunde liegendes Schema vor, wie etwa „Mangelhaftigkeit/Scham“, „Versagen“ oder „Abhängigkeit“.


Ziele

Ziel der Therapie ist es, ein gesundes, stabiles Selbstwertgefühl zu entwickeln – nicht als kurzfristiges Hoch, sondern als langfristige Haltung sich selbst gegenüber. Es geht darum, sich selbst wertzuschätzen, unabhängig von Leistung oder äußerer Bestätigung, und sich selbst mit Wohlwollen und Freundlichkeit zu begegnen – besonders in Momenten von Unsicherheit oder Kritik.


Behandlungsweg

In der Therapie werden belastende Gedanken über das eigene Selbst identifiziert und Schritt für Schritt durch realitätsnahe, unterstützende Überzeugungen ersetzt. Übungen zur Selbstakzeptanz, soziale Kompetenztrainings und das Erleben von Selbstwirksamkeit helfen, das neue Selbstbild zu festigen.


Auch arbeiten wir mit den emotionalen Anteilen, z. B. dem „inneren Kritiker“ oder einem „verletzten Kindmodus“. Über imaginative Techniken, achtsames Erleben und korrigierende Erfahrungen wird eine neue, mitfühlende innere Haltung aufgebaut. Ziel ist es, dem eigenen Selbst mit Fürsorge, Verständnis und innerer Klarheit zu begegnen – auch in schwierigen Situationen.


Wenn diese emotionale und kognitve Arbeit stattgefunden hat und eine neue Haltung sich selbst gegenüber gewachsen ist, kann sich auch das Verhalten ändern.

Einleitung:

Viele Menschen leiden unter Schamgefühlen, Selbstzweifeln oder Schwierigkeiten in Beziehungen. Ein stabiles Selbstwertgefühl ist erlernbar. Ziel ist, sich selbst freundlicher und realistischer zu sehen – und gesünder mit anderen umzugehen.


Typische Anzeichen


  • Ständige Selbstkritik, Perfektionsdruck
  • Angst, abgelehnt oder nicht genug zu sein
  • Wiederkehrende Beziehungskonflikte


So arbeiten wir


  • Erkennen von kritischen Gedanken- & Beziehungsmustern
  • Schematherapeutische Arbeit mit inneren Anteilen
  • Aufbau von Selbstakzeptanz & Selbstmitgefühl
  • Training gesunder Grenzen in Beziehungen


Ein niedriges Selbstwertgefühl zeigt sich oft in innerer Unsicherheit, häufiger Selbstkritik oder der übermäßigen Orientierung an der Meinung anderer. Viele Betroffene kämpfen mit einem permanenten Gefühl des Nicht-genügens, vermeiden Herausforderungen oder erleben sich als weniger wertvoll als andere.


In der Verhaltenstherapie sprechen wir von dysfunktionalen Denkmustern wie „Ich bin nur etwas wert, wenn ich perfekt bin“ oder „Andere sind immer besser als ich“. Aus Sicht der Schematherapie liegt häufig ein zugrunde liegendes Schema vor, wie etwa „Mangelhaftigkeit/Scham“, „Versagen“ oder „Abhängigkeit“.


Ziele

Ziel der Therapie ist es, ein gesundes, stabiles Selbstwertgefühl zu entwickeln – nicht als kurzfristiges Hoch, sondern als langfristige Haltung sich selbst gegenüber. Es geht darum, sich selbst wertzuschätzen, unabhängig von Leistung oder äußerer Bestätigung, und sich selbst mit Wohlwollen und Freundlichkeit zu begegnen – besonders in Momenten von Unsicherheit oder Kritik.


Behandlungsweg

In der Therapie werden belastende Gedanken über das eigene Selbst identifiziert und Schritt für Schritt durch realitätsnahe, unterstützende Überzeugungen ersetzt. Übungen zur Selbstakzeptanz, soziale Kompetenztrainings und das Erleben von Selbstwirksamkeit helfen, das neue Selbstbild zu festigen.


Auch arbeiten wir mit den emotionalen Anteilen, z. B. dem „inneren Kritiker“ oder einem „verletzten Kindmodus“. Über imaginative Techniken, achtsames Erleben und korrigierende Erfahrungen wird eine neue, mitfühlende innere Haltung aufgebaut. Ziel ist es, dem eigenen Selbst mit Fürsorge, Verständnis und innerer Klarheit zu begegnen – auch in schwierigen Situationen.


Wenn diese emotionale und kognitve Arbeit stattgefunden hat und eine neue Haltung sich selbst gegenüber gewachsen ist, kann sich auch das Verhalten ändern.

Was Schematherapie ist

Die Schematherapie (ST) ist eine von Dr. Jeffrey E. Young in der USA begründete innovative Weiterentwicklung der kognitiven Verhaltenstherapie. Sie integriert praxiserprobte Methoden aus verschiedenen Therapierichtungen sowie aktuelle Erkenntnisse der Neurobiologie.


Aktuelle Studien belegen eine gute Wirksamkeit der Schematherapie bei Persönlichkeitsstörungen und komplexen psychischen Problemen.


Schematherapie integriert einige sehr wirksame Methoden und Ansätze aus anderen Therapierichtungen, wie der tiefenpsychologischen Therapie, der systemischen Therapie, des Psychodramas und der Gestalttherapie. Sie ist somit eine sehr integrative Therapieform.


Ein Hauptmerkmal der Schematherapie ist, dass man mit verschiedenen Persönlichkeitsanteilen, im Hier und Jetzt, arbeitet, aber auch zurück bis an die Wurzel der Probleme, die Kindheit, geht. Belastende Kindheitserfahrungen werden konstruktiv aufgearbeitet. Dann kann der Blick wieder offen nach vorne, auf die Zukunft, auf Ziele und Werte gerichtet werden.


Neben den der aktuellen Situation im Hier und Jetzt, fasst die Schematherapie die Dinge ins Auge, die uns auf unseren Weg behindern:


neben unseren schwierigen emotionalen Mustern (Schemata) sind das sogenannte Bewältigungsstrategien.


Diese haben wir uns oft bereits in der Kindheit angeeignet haben, um im Leben trotz aller Enttäuschungen besser klarzukommen. Diese Strategien sind uns nicht bewusst, wir bemerken nur ihre Folgen in Form von unangenehmen Gefühlen, Stimmungen, Reaktionsmustern, Sucht- und Fluchtverhalten und Konflikten.


Schemata, Vermeidungs- und Bewältigungsstrategien werden in der Schematherapie bewusst gemacht, dann aktiv verändert und so Raum für Neues geschaffen.


Nach welchem inneren Model arbeitet die Schematherapie?


In der ST wird davon ausgegangen, dass innere Konflikte, Spannungen, und äußere Probleme ihre Ursache in widerstreitenden inneren Impulsen haben. Die inneren Impulse können als Modi (Mehrzahl: Modi, Einzahl: Modus = eine erlebte Befindlichkeit/Zustand) beschrieben werden. Den Modi liegen Schemata zugrunde, die bewirken, wann die Modi auftreten.


Die Lösung von Konflikten oder Bewältigung von Situationen in der äußeren Welt oder in Beziehungen kann aufgrund „maladaptiver Schemata“ oder ungünstiger "Bewältigungs-Modi" nicht zustande kommen. Ein Bild dafür ist eine festgelegte Theaterszene (Schema) mit den beteiligten Schauspielern (Modi). Ähnlich wie auf einer Bühne im Theater läuft es in uns selbst ab. Es werden innerlich bereits vor langer Zeit geschriebene Stücke aufgeführt, manche Szenen sind schön und ruhig, andere sind voller Streit und Spannung, in manchen Szenen monologisieren die Schauspieler, in anderen unterhalten sich bestimmte Rollen. Uns ist das innere Theater oft wenig bewusst, wir sehen manche Schauspieler nur ganz selten, andere nahezu dauernd. Was uns aber berührt, was wir erleben ist die Stimmung, die in der Szene verbreitet wird. In der ST geht es darum, mit den alten Stücken aufzuräumen, das Script hinter dem Vorhang zu erkennen, die unbekannten Schauspieler ins Rampenlicht zu locken. Dann ein neues Stück zu schreiben, dass dem mehr entspricht, wie wir sein wollen und das wir auch mit gutem Gewissen vertreten können.


Was ist ein Schema?


Jeder Mensch entwickelt in seiner Kindheit und Jugend Schemata von sich selbst, von anderen und von der Welt. Diese Schemata sind die Grundlage dafür, wie er später mit verschiedenen Situationen im Erwachsenenleben umgeht.


Ein Schema an sich ist durchaus sehr sinnvoll, es hilft uns dabei, mit einem vorgefertigtem Konzept auf die Welt zuzugehen oder auf sie zu reagieren, ohne dass wir jedes Mal eine Situation von Grund auf neu beurteilen müssen. Nachteilig ist ein Schema jedoch, wenn es unpassend (maladaptiv) für unsere Begegnung mit anderen ist. Förderlich (adaptiv) ist es, wenn es uns dabei hilft, adäquat und flexibel mit Situationen umzugehen.


Ein maladaptives Schema ist beispielsweise ein anhaltendes Gefühl von Verlassenheit, Minderwertigkeit oder Leere und die Überzeugung nicht liebenswert zu sein oder auch der anhaltende Druck viel leisten zu müssen.



Wie entstehen Schemata?


„Maladaptive Schemata“ entstehen aufgrund unbefriedigter Grundbedürfnisse in der Kindheit oder Jugend als Notlösung, als Ausweg aus Situationen, die nicht mehr auszuhalten sind. Wenn die Grundbedürfnisse von Kindern nach Liebe, Zuwendung, Geborgenheit, Sicherheit, Akzeptanz und Individualität überwiegend erfüllt wurden, dann entstehen „gesunde Schemata“ und Kinder können positive Bilder von sich und der Welt entwickeln.


 


Was sind Ziele der Schematherapie?


In der Schematherapie geht es zuerst darum, sich der eigenen Schemata bewusst zu werden, um aus den automatisierten Reaktionsmustern auszusteigen.

Der Ausstieg aus dem Schema geschieht durch die Arbeit an den beteiligten Modi.


Die individuell vorherrschenden Modi werden zunächst benannt und in ihrer Funktion gewürdigt. Der Therapeut übernimmt zunächst die Rolle des gesunden Erwachsenen für den Klienten und versorgt, tröstet und fördert in der Therapie die verletzlichen Kind-Modi, damit die frustrierten Bedürfnisse im Hier- und Jetzt erfüllt werden und der Klient neue gesündere Bewältigungsstrategien erlernen kann. Daneben werden dysfunktionale Eltern und Bewältigungsmodi begrenzt und reduziert. Der Klient lernt nach und nach die Rolle des „Gesunden Erwachsenen“ selbst zu übernehmen.


Der Klient lernt in der Schematherapie seine „eigentlichen“ Bedürfnisse kennen und adäquat befriedigen, d. h. es wird kontinuierlich der Modus des "gesunden Erwachsenen" und der Modus des "glücklichen Kindes" gestärkt sowie "dysfunktionale Elternmodi" reduziert.


Welche Techniken werden in der Schematherapie eingesetzt und wie gestaltet sich die Beziehung zum Therapeut?


Eine als sicher erlebte Beziehung zum Therapeuten ist besonders wesentlich in der Schematherapie. Der Therapeut ist warmherzig, unterstützend und authentisch. Er hilft dem Klienten, Dinge zu erleben und zu erlernen, die er in seiner Kindheit nicht erlernen konnte.


Mittels erlebnisorientierter Techniken (Imaginationsübungen, Modus-Dialoge) unterstützt der Therapeut den Klienten Gefühle und Grundbedürfnisse wieder zu spüren sowie einen neuen Umgang damit zu entwickeln.


Kognitive Techniken werden eingesetzt, um die Gültigkeit von Schemata und Modi zu hinterfragen. Beispielsweise Wissensvermittlung zu Schemata, Modi, Grundbedürfnissen von Kindern und zu Gefühlen; Überlegung von Vor- und Nachteilen der Schemata und Modi; Führen von Modus-Tagebüchern und das Erstellen von Modus-Memo-Karten.


Verhaltensbezogene Techniken (z. B. Verhaltensexperimente, Imagination, Aufbau neuer Aktivitäten und Rollenspiele, therapeutische Hausaufgaben) helfen neues Verhalten zu erproben.


Das Problem ist hat oft einen guten Grund


Wenn innere Konflikte zwischen Kind und Eltern-Modi bestehen, treten unangenehme Gefühle der Spannung auf. Z. B. ein starkes Gefühl des Verlassenseins und der Anspruch besonders perfekt zu sein. Dann muss diese Spannung bewältigt werden. Daher gibt es, entsprechend den 3 Stressreaktionen (Kampf, Flucht, Erstarren), die 3 Bewältigungsmodi. Sie entlasten uns von zu viel Spannung und unlösbaren Konflikten.


Überkompensation – Kampf (dem Schema entgegengesetztes Verhalten) ist z. B. um bei o.g. Beispiel zu bleiben bei Minderwertigkeit besonders viel Leistung zu zeigen. Dann fühlen wir uns stark, kompetent und unnahbar!


Vermeidung –  Flucht (schemavermeidendes Verhalten) ist eine Mauer um sich herum zu bauen, eine Maske aufsetzen, hinter der man sich verstecken kann. Die Flucht in Medien, WWW-surfen, Alkohol, Sport oder lesen, lesen, lesen....


Unterwerfung – Erstarren  (schemabestätigendes Verhalten) ist sich z. B. völlig minderwertig oder wertlos zu verhalten, sich anderen unterzuordnen, anderen gefallen wollen, es allen recht machen, um nicht allzu viel Anerkennung durch andere einzubüßen.


Selbsthilfeliteratur zur Schematherapie


Andere Wege gehen: Lebensmuster verstehen und verändern - ein schematherapeutisches Selbsthilfebuch. Mit Online-Materialien von Gitta Jacob und weiterenAndere Wege gehen: Lebensmuster verstehen und verändern - ein schematherapeutisches Selbsthilfebuch. Mit Online-Materialien

von Gitta Jacob u.a.

http://www.amazon.de/dp/3621278206


(sehr Anwendungs und Praxisorientiert, Arbeit mit den einzelnen Modi)


Gibt es auch als Übungs-CD für Hörliebhaber:


Andere Wege gehen. Audio-CD, 1 CD  mit Booklet, Laufzeit 72 Minuten

http://www.amazon.de/dp/3621280413


Passt doch!: Paarkonflikte verstehen und lösen mit der Schematherapie. Mit Online-Materialien von Eckhard Roediger und weiteren


Passt doch!: Paarkonflikte verstehen und lösen mit der Schematherapie. Mit Online-Materialien

von Eckhard Roediger und weiteren

http://www.amazon.de/dp/3621280847


(Schematherapeutische Paar-Therapie-Buch mir vielen Übungen)


Sein Leben neu erfinden: Wie Sie Lebensfallen meistern. Den Teufelskreis selbstschädigenden Verhaltens durchbrechen ... Und sich wieder glücklich fühlen von Jeffrey E. Young und weiteren

Sein Leben neu erfinden: Wie Sie Lebensfallen meistern. Den Teufelskreis selbstschädigenden Verhaltens durchbrechen ... Und sich wieder glücklich fühlen  von Jeffrey E. Young


http://www.amazon.de/dp/3873876191


(Das erste Patientenbuch über Schematherapie vom Begründer selbst, sehr ausführlich, mit Selbsttest zu den einzelnen Schemata)

Burnout überwinden - aus der Asche auftreten

"Nur wer einmal richtig gebrannt hat, kann auch richtig leuchten".


In diesem Spruch liegt Lob und Anerkennung für Engagement und Betriebsamkeit, andererseits wird deutlich: irgendwann ist endgültig Schluss, wenn die Flamme zu stark gebrannt hat! Doch wer einmal Burnout gänzlich überwunden hat, hat ein neues Leuchten für sich entdeckt.


Was ist Burnout? Wie entsteht er? Wie kann ich den Burnout überwinden?


Erfolgreich, produktiv und nützlich sein ist wichtig für ein erfülltes Leben, ohne Frage. Aber zur Balance gehört auch die entspannte, genussvolle Seite, Beziehungen pflegen, Erholung. Wenn wir dauerhaft ohne wirkliche Erholungsphasen Stress ausgesetzt sind, gerät unser Körper in Alarmbereitschaft, körperlicher Stress entsteht. Auf Dauer entwickeln sich Symptome wie: Konzentrationsstörungen, Müdigkeit, Angst, Gereiztheit, Depression, Verspannungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Schlafstörungen, Herzrasen, Bluthochdruck. Immer weniger können Sie abschalten, angenehme, ausgleichende Unternehmungen und Beziehungen werden vernachlässigt. Wird dieser Entwicklung nicht rechtzeitig entgegengesteuert, kann ein Burnout schwerwiegende Folgen haben: körperliche Krankheiten aufgrund eines schwachen Immunsystems, Herzinfarkt/Schlaganfall, völlige Arbeitsunfähigkeit, schwergradige Depression, usw… Eine Regeneration nimmt dann viele Jahre in Anspruch und manchmal wird das ursprüngliche Leistungsniveau nicht mehr erreicht.


 Bei einer Burnout-Therapie wird der Tages- und Wochenablauf analysiert, mit dem Ziel mehr ausgleichende Elemente einzubauen. Sie werden sensibilisiert darauf, auf ihre seelischen und körperlichen Energiereserven zu achten, um rechtzeitig gegenzusteuern, zu können.


Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen sowie Genusstraining sind unterstützend.


Alte Muster und Grundüberzeugungen (Schemata) werden hinterfragt und überdacht. Typische „Schemata“ sind hohes Anspruchsverhalten, perfektionistisches Streben nach Erfolg, hohes Verantwortungsbewusstsein. Diese Schemata haben einen persönlichen Sinn und Zweck in Ihrem Leben, müssen aber von Ihren Folgen aus überdacht werden: Wo führt es hin, wenn ich mich immer mehr verausgabe, über meine Grenzen hinausgehe und andere Bereiche meines Lebens vernachlässige? Was wäre eine erfolgreiche Lebensgestaltung für mich?

Krisen überwinden - Orientierung finden

Manche Lebensphasen fühlen sich an wie Bruchstellen: Überarbeitung, Orientierungslosigkeit, Sinnkrisen, unlösbare Konflikte, Verluste oder Trennungen  sind belastend und hinterlassen Spuren. Viele Menschen erleben in solchen Zeiten innere Leere, Orientierungslosigkeit oder wiederkehrende emotionale Krisen.


Im Verhalten oder Erleben zeigt sich dies oft in einem Rückzug aus dem Alltag oder anhaltenden Gefühlen von Hilflosigkeit und Überforderung. Die Schematherapie betrachtet solche Phasen im Licht aktivierter früherer Schemata, die durch aktuelle Belastungen reaktiviert werden – etwa „Verlassenheit“, „Misstrauen“ oder „emotionale Entbehrung“. Diese Schemta beruhen auf Erfahrungen in der Frühen Kindheit oder Jugend.


Ziele

Therapeutisches Ziel ist es, die biografischen Krisen zu verstehen und in einen neuen Zusammenhang zu stellen. Es geht nicht darum, die Vergangenheit ungeschehen zu machen, sondern darum, ihre den Blick auf sie zu verändern. Man kann lernen, sich selbst nicht mehr durch die Augen der Vergangenheit zu sehen, sondern die eingene Lebensgeschichte bewusst weiterzuschreiben – zu mehr innerer Freiheit, Selbstbestimmung und erfüllteren Beziehungen.


Behandlungsweg

Die Verhaltenstherapie hilft dabei, konkrete Bewältigungsstrategien für emotionale Belastungen zu entwickeln. Methoden wie Problemlösetraining, Achtsamkeit und die Stärkung sozialer Netzwerke unterstützen diesen Prozess. Sich der eigenen Ziele und Werte im Leben bewusst werden, den  inneren Kompass wiederfinden, gibt Motivation neue Schritte zu gehen.


In der Schematherapie liegt der Fokus auf der Verarbeitung früherer Beziehungserfahrungen. Über das Einfühlen in emotionale Anteile, imaginative Techniken und den Aufbau eines gesunden „Erwachsenenmodus“ entsteht die Möglichkeit, sich selbst Halt zu geben – unabhängig davon, ob dieser früher vorhanden war. So wird aus einer biografischen Krise eine Entwicklungschance.

Trauma - alte Wunden heilen

Was ist ein Trauma?


Ein psychisches Trauma entsteht, wenn Menschen Erfahrungen machen, die überwältigend, bedrohlich oder beschämend sind – und die innerlich nicht verarbeitet werden konnten. Das kann durch akute Erlebnisse (z. B. Unfälle, Gewalt, Missbrauch) oder durch chronische Belastungen entstehen, wie emotionale Vernachlässigung, Ablehnung oder ständiger Stress in der Kindheit.


Nicht jedes schwierige Erlebnis führt zu einem Trauma – entscheidend ist, ob es die betroffene Person dauerhaft emotional überfordert hat und ob sich das Erlebte innerlich festgesetzt hat.


Umgangssprachlich wird der Begriff Trauma oft verwendet um beeinträchtigende Erfahrungen in der Kindheit zu benennen:


Was sind Wunden aus der Kindheit?


Was sind „alte Wunden“?

Alte Wunden aus der Kindheit zeigen sich oft indirekt: durch innere Unsicherheit, wiederkehrende Beziehungskonflikte, Selbstzweifel, emotionale Taubheit oder das Gefühl, „nicht gut genug“ zu sein. In der Schematherapie sprechen wir in diesem Zusammenhang von frühen maladaptiven Schemata – tief verankerten inneren Mustern, die aus ungelösten Kindheitserfahrungen stammen, etwa „Verlassenheit“, „Scham“ oder „emotionale Entbehrung“.


Ziel der Behandlung

Das Ziel ist nicht, die Vergangenheit ungeschehen zu machen – sondern ihre Auswirkungen zu verstehen, zu verarbeiten und die emotionale Ladung zu lösen. In der Therapie geht es darum, die alten Wunden in einem geschützten Rahmen zu berühren, emotionale Klarheit zu gewinnen und neue, heilsame innere Erfahrungen zu ermöglichen. Der gesunde erwachsene Anteil wird gestärkt – und kann zunehmend die Führung übernehmen.


Wie verläuft die Behandlung?

In der Traumatherapie steht die sichere Verarbeitung belastender Erinnerungen im Vordergrund. Stabilisierung, Ressourcenaktivierung und Techniken wie EMDR oder imaginative Verfahren helfen, traumatische Erfahrungen in kleinen Schritten zu integrieren.


Die Schematherapie ergänzt diesen Ansatz, indem sie mit inneren Anteilen arbeitet: dem verletzten Kindmodus, dem kritischen Elternmodus und dem gesunden Erwachsenen. Über Stuhldialoge, Imaginationen und neue Beziehungserfahrungen in der therapeutischen Beziehung entsteht Raum für emotionale Heilung und tiefgreifende Veränderung.


Fazit:

Alte Wunden müssen nicht ein Leben lang schmerzen. Wenn sie gesehen, verstanden und mitfühlend gehalten werden, kann etwas Neues entstehen: innerer Halt, Selbstakzeptanz – und die Freiheit, sich nicht länger von der Vergangenheit bestimmen zu lassen.


 


Wann Traumatherapie beginnen?


Bejahen Sie folgende Fragen?


Sie haben Folgendes erlebt:


  • aktuelle oder vergangen traumatische Erlebnisse?
  • eine frühen Traumatisisierung in der Kindheit?
  • eine Missbrauchserfahrunge?
  • eine Gewalterfahrungen?


oder


  • leiden untern den Folgen eines Unfalls?
  • leiden unter den Folgen eines katastrophalen Ereignisses?
  • leiden unter massiver Trauer?


und


Sie haben zusätzliche ein oder zwei der folgenden Symptome:


  • Leiden unter den vergangenen Ereignissen
  • plötzliche oder dauernd wiederkehrende Erinnerungen
  • Getriebenheit und Unruhe
  • Aufgewühlt sein
  • starke Ängste
  • Vermeidung bestimmter Situationen oder Themen
  • Selbstverletzungen und /oder Aggressionen
  • Niedergeschlagenheit
  • plötzlich wechselnde Bewusstseinszustände
  • Wegtreten aus der Realität (Dissoziation)


Wenn Sie ein Trauma erlebt haben und 1-2 Symptome vorhanden sind, kann Ihnen eine Traumatherapie wohl möglich helfen befreiter durchs Leben zu gehen!

Bei Stress - innere Ruhe finden

Viele psychische Belastungen – etwa Ängste, depressive Verstimmungen oder Stress – hängen mit inneren Automatismen zusammen: Grübeln, gedankliches Katastrophisieren, emotionale Überwältigung und der Versuch diese unangenehme Gefühle zu vermeiden. Achtsamkeit schafft hier einen Gegenpol: einen ruhigen, klaren inneren Raum, in dem man den eigenen Gedanken und Gefühlen mit etwas Abstand begegnen kann.


Stabilisierung durch bewusste Präsenz

Achtsamkeit und Meditation wirken stabilisierend: Indem wir regelmäßig den Kontakt zum gegenwärtigen Moment üben – etwa durch Atemfokussierung oder achtsame Körperwahrnehmung – entsteht innere Erdung. Das Nervensystem beruhigt sich, automatische Reaktionen werden unterbrochen, und ein Gefühl von Sicherheit im eigenen Erleben kann wachsen. In Krisenzeiten kann das die Basis sein, um nicht unterzugehen, sondern Halt in sich selbst zu finden. In ruhigeren Zeiten kann das helfen bei sich zu bleiben, wieder Kontakt mit sich selbst zu finden, sich zu sortieren und sich wieder nach seinen Zielen auszurichten.


Perspektivenwechsel statt Problemverstrickung

In der Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT) geht es darum, schwierige Gedanken und Gefühle nicht zu bekämpfen, sondern sie zu beobachten – als Teil des Erlebens, nicht als Bedrohung. Durch diese achtsame Distanz entsteht ein neuer Blickwinkel: Probleme müssen nicht gelöst sein, um trotzdem nach den eigenen Werten zu handeln. Diese Haltung schafft Freiheit und Handlungsspielraum.


Die achtsamkeitsbasierte kognitive Therapie (MBCT) verbindet Achtsamkeit mit kognitiver Umstrukturierung. Sie hilft insbesondere Menschen mit depressiven Rückfällen, gedankliche Automatismen früh zu erkennen – und sich bewusst für andere Sichtweisen zu öffnen. Der Blick auf Probleme wird damit flexibler, freundlicher und weniger selbstabwertend.


Mein therapeutischer Ansatz

Ich integriere Achtsamkeit individuell und praxisnah in die Psychotherapie – sei es durch kurze Wahrnehmungsübungen, Meditation oder durch das gemeinsame Einüben von neuen inneren Haltungen. Innere Werte sind der Kompass, Achtsamkeit der Weg. Ziel ist Selbstentwicklung. Achtsamkeit will Stabilität  fördern und auch Veränderung ermöglichen.


Zusätzliche Angebote:

Selbsterfahrung für AusbildungsteilnehmerInnen von Propädeutikum, Psychotherapie oder Psychologie Ausbildung/Studium, Coaching und berufsbezogenes Coaching

Selbsterfahrung für Teilnehmer von Prop./Psych./Ärztlicher Ausbildung oder Studium

Inhaltlich besteht die Einzelselbsterfahrung aus den selben Themen wie Psychotherapie.


Mein Schwerpunkt in sehr Einzelselbsterfahrung ist schema- und verhaltenstherapeutisch.


Hauptsächlich geht es um ein Verständnis der eigenen Biografie, der biografischen Zusammenhänge mit den inneren Mustern und der Umgang damit. 


Kreative, Körper- und Achtsamkeitbasierte Methoden werden in die Arbeit mit eingebunden.

Coaching/Psychologische Beratung/Berufsbezogenes Coaching

Für Beziehungs-, Beruf- oder Lebensthemen. Die Dauer hängt von Ihrem Anliegen ab.


Nach einer kurzen Kennenlernphase werden Ziele festgelegt.


Die Methodenauswahl richtet sich nach Ihrem Anliegen.


Die Kommunikation und der Kontakt mit sich selbst, anderen und der Welt steht im Vordergrund.


Im Leben können erhebliche Schwierigkeiten und Krisen in Bezug auf Beziehung-, Berufs- oder allgem. Lebensthemen auftreten. Das ist nomal und Teil des Lebens. Jeder Menschen wird mit solchen Schwierigkeiten im Leben konfrontiert und sucht nach Lösungen. Dafür ist es völlig okay auch proffesionelle Hilfe zu suchen. Nicht immer können Angehörige und Freunde den richtigen Rat bieten und sind auch nicht so verschwiegen und neutral wie ein Coach.


Beim Coaching gehe ich davon aus, dass Sie bereits viele Fähigkeiten haben mit Problemen umzugehen.


Diese Rescourcen sollen genutzt werden umd mit den passenden Methoden Fragen zu klären und neue Lösungen zu finden.


Coaching ist gut, wenn Sie etwas verändern oder verbessern möchten und Sie sich eine kompetente Begleitung dabei wünschen.

FAQ

"Einen Laptop/PC mit Kamera, eine stabile Internetverbindung und einen ruhigen Raum".

"Anfangs am Besten wöchentlich, später oft 14-tägig - flexibel."

"Ich sage das dann offen und empfehle ggf. passendere Stellen oder KollegInnen".

"Rufen Sie umgehend die Telefonseelsorge an." Österreich: Tel. 142 , täglich 0-24 Uhr erreichbar.

Deutschland: Tel. 0800/1110111, 0800/1110222, 116 123